Warum Sahav?


Sahav ist das hebräische Wort für Gold.

Einige wissenswerte Informationen über das Element Gold:

Für Gold wird das Symbol Au verwendet, das sich vom lateinischen Namen aurum ableitet.
Gold findet sich als sehr edles Metall vor allem im gediegenen, d.h. elementaren Zustand, danaben aber auch an Tellur gebunden als "Schrifterz" (Sylvanit), als "Blättererz" (Nagyagit) (Pb, Au)(S, Te, Sb) und als Calaverit (Krennerit), einem Goldtellurid.
Das natürlich vorkommende gediegene Gold ist nie chemisch rein, sondern meist ziemlich stark mit Silber sowie mit kleinen Mengen Kupfer, Platin und anderen Metallen verunreinigt. Das auf seiner ursprünglichen Lagerstätte (meist in Quarzschichten) gefundene silberhaltige Gold heisst "Berggold". Bei der Verwitterung goldführender Schichten wurde es vom Wasser weggewaschen und findet sich dann als silberarmes "Seifengold" oder "Waschgold" in den Flusssanden und Ablagerungen in Form von Goldstaub oder Goldkörnern. Das Meerwasser enthält 0.001 bis 0.01 mg Gold je Kubikmeter, so dass der Goldgehalt aller Weltmeere (1370 Millionen Kubikkilometer) zusammengenommen mehrere Millionen Tonnen beträgt; allein eine Isolierung aus dem Meerwasser ist aber mit den bisher zur Verfügung stehenden Methoden wegen der grossen Verdünnung praktisch unrentabel.
Die bedeutendsten Goldvorkommen finden sich in Südafrika, Australien und Kalifornien. In Europa ist Siebenbürgen das Hauptgoldland. Neben Golderzen werden für die Goldgewinnung auch technische Nebenprodukte wie Elektrolyseschwämme aufgearbeitet.

Physikalische Eigenschaften Reines Gold ist ein rötlichgelbes ("goldgelbes") weiches Metall der Dichte 19.32 g/ccm, welches bei 1063 °C zu einer grün leuchtenden Flüssigkeit schmilzt und bei 2660 °C siedet. Seine Auffallendste Eigenschaft ist seine Dehn- und Walzbarkeit, die die aller anderen Metalle übertrifft. So kann man Gold z.B. zu blaugrün durchscheinenden, in der Aufsicht goldgelben Blättchen von nur 0.0001 mm Dicke ausschlagen ("Blattgold"). Elektrische und thermische Leitfähigkeit betragen rund 70% des Silbers.

Chemische Eigenschaften Als typischer Vertreter der edlen Metalle wird Gold von Luft und Säuren nicht angegriffen. Lösungsmittel für Gold sind nur starke Oxidationsmittel wie Chlorwasserstoff und Königswasser oder Komplexbildner wie Kaliumcyanidlösung (bei Luftzutritt).

Verwendung Gold wird zur Herstellung von Schmuckstücken und Luxusgegenständen aller Art sowie zur Münzprägung verwendet. Da es in reinem Zustand zu weich ist, legiert man es mit anderen Metallen, meist Kupfer oder Silber.
In Form von "Cassiusschem Goldpurpur" dient Gold zum Färben von Glasflüssen und Porzellan. So stellt z.B. das prächtig rot gefärbte "Goldrubinglas" eine kolloide Lösung von Gold dar. Die Bildung von Cassiusschem Purpur ist auch ein sehr empfindlicher analytischer Nachweis auf Gold.
Eine wichtige Rolle spielt Gold auch in der Dentaltechnik, der Glas- und Keramikindustrie, der Elektrotechnik, der Elektronik (Trägermaterial für Dotierungsstoffe, elektrische Kontaktierung von Halbleitern) und in der Optik (hochwertige Spiegel).

Zitiert nach: Hollemann, Wiberg, Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 1985, 91.-100. Auflage.